Der bereits im Jahre 1954 geschaffene
Nationalpark liegt mitten im Zentrum von Teneriffa auf einer
Höhe von etwa 2000 m und erinnert in seiner Ausprägung
an eine regelrechte “Mondlandschaft”.
Der Gipfel des höchsten Berges von Teneriffa, des Pico
del Teide mit 3.718 m, ist im Winter mit Schnee bedeckt.
Der Teide bildet die nördliche Begrenzung
des Nationalparks, die steilen Wände der Caldera
de las Cañadas bilden die Grenze nach Süden, Osten und Westen.
Der Begriff “Cañadas” bedeutet übersetzt “flaches
Land”, er wird aber ausschließlich für das Gebiet des
etwa 17 km langen Kraters südlich des Teide verwendet, dessen Gesteine geologisch
wesentlich älter (etwa 3 Millionen Jahre) sind als die des Vulkanberges
Teide.
Der Name Teide leitet sich wahrscheinlichvom
alten Guanchen-Namen “Echeide” (=
Hölle) für den Vulkankegel ab, der
bei den Ureinwohnern als Sitz der bösen Gottheit “Guayota” galt,
der mit Feuer die Insel verwüstete.
Das Gipfelmassiv des Teide (“La Rambleta”) entstand zusammen mit
dem westlich gelegenen Gipfel “Pico Viejo” vermutlich vor über
500.000 Jahren. Die Spitze “Pitón” ist
erdgeschichtlich jüngeren Datums. Wie bei den anderen Großvulkanen
der Erde, z. B. Fudschijama oder Ätna, handelt es sich beim Teide um einen Strato-
oder Schichtvulkan, der sich fortlaufend auf den bereits geschichteten
Lavabänken und Tuffen aufbaut. Der letzte Ausbruch des
Teide erfolgte im Jahre 1798, allerdings sind
auch heute noch Anzeichen der vulkanischen Aktivität in den Schwefelschwaden
und den hohen Temperaturen im Boden der Gipfelregion zu verzeichnen. Aus diesem
Grund ist auch der Gipfel nur mit Genehmigung zu
besteigen. Der Aufenthalt ist auf zwei Stunden begrenzt, 9 – 11 Uhr, 11 – 13
Uhr, etc.
Am Nordabhang des Teide liegt die Cueva del Huevo
(= Eishöhle), in der auch im Sommer Schneereste erhalten bleiben
.
Der Teide ist über eine Straße von Santa Cruz und anschließend
mit der Gondelbahn (Teleférico) zu erreichen, die bis knapp unter den
Gipfel führt und nur an windstillen Tagen in Betrieb ist. Man sollte unbedingt
mit einer warmen Jacke und festem Schuhwerk ausgestattetsein,
denn bei der Bergstation ist es vor allem im Winter empfindlich kalt. Vom Aussichtspunkt Mirador
Fortaleza sowie vom Mirador del Pico Viejo genießt
man einen großartigen Panoramablick über das Teide-Massiv.
Cirka 3 km südlich der Talstation befindet sich der Parador
Nacional de las Cañadas, ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen
im Nationalpark.
Gegenüber liegt der Mirador los Roques,
der viel besucht ist und besonders bei Sonnenuntergang beeindruckende Stimmungen
bietet.
Die Siete Cañadas (= Sieben Täler)
können auf einem der schönsten und einfachsten Wege im Nationalpark
durchwandert werden.
Das Observatorio Astronómico del Teide mit
seiner Zweigstelle Izana wurde hier wegen der besonders reinen Atmosphäre
erbaut und kann nach Voranmeldung besichtigt werden.
Besucherzentrum "El Portillo":
Centro de Visitantes, täglich geöffnet von 9 – 16
Uhr.
Hier werden auch geführte Wanderungen organisiert.
Direccíon Parque Nacional del Teide:
Calle Emilio Calzadilla 5,
Santa Cruz de Tenerife,
Telefon: 922 290129 + 922 290183,
Fax: 922 244788.
Für die Besteigung des Teide-Gipfels ist
eine schriftliche Erlaubnis erforderlich, die
gegen Vorlage des Personalausweises und einer Kopie sofort erteilt wird und
für maximal 5 Tage gilt, falls die Seilbahn nicht fährt.
Am
Gipfel darf man sich maximal zwei Stunden auf-halten (9–11Uhr, 11 – 13
Uhr, etc.)
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