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   Teneriffa`s Landschaften
     
 
Teneriffa gilt als Insel der Superlative. Sie wurde als letzte Insel entdeckt und erobert, besitzt mit dem Pico del Teide den höchsten Berg (3.718 m) von ganz Spanien, mit dem Urkrater Las Cañadas den größten Krater der Welt, und ist allgemein gesprochen die abwechslungsreichste Insel des gesamten Archipels.
Die Insel hat eine fast dreieckige Gestalt mit einer Fläche von 2.057 km und wird im Nordosten vom Anaga-Gebirge, im Westen vom Teno-Gebirge und im Südwesten von der Punta de la Rasca begrenzt.
Die gesamte Ausdehnung in der Längsrichtung beträgt etwa 83 km, die breiteste Stelle zwischen der Nord- und Süd-Küste beträgt etwa 50 km, die schmalste Stelle etwa 15 km.
Der Gebirgsrücken der Sierra Dorsal zieht sich quer über die Insel vom Anaga-Gebirge bis zum Teno-Gebirge. In der Mitte befindet sich der vulkanische Kraterrand der Cañadas (Caldera de las Cañadas), aus dem sich der Pico del Teide mit 3.718 m erhebt.
Der Pico del Teide und seine Umgebung wurden zum Nationalpark (Parque Nacional del Teide) erklärt.
Die beiden Gebirgszüge aus älteren Basaltgesteinen, das Anaga- und Teno-Gebirge, teilen die Insel in zwei völlig verschiedenartige Landschaften ein, weswegen sie manchmal auch die “doppelgesichtige Insel” genannt wird. Der den Passatwinden ausgesetzte und daher feuchtere und grüne Norden weist eine üppige Vegetation an den Berghängen auf, der Süden zeigt sich hingegen fast wüstenähnlich karg und ohne nennenswerte Vegetation.
 
 
 
 
     
  Parque Nacional del Teide Las Cañadas  
 

Der bereits im Jahre 1954 geschaffene Nationalpark liegt mitten im Zentrum von Teneriffa auf einer Höhe von etwa 2000 m und erinnert in seiner Ausprägung an eine regelrechte “Mondlandschaft”. Der Gipfel des höchsten Berges von Teneriffa, des Pico del Teide mit 3.718 m, ist im Winter mit Schnee bedeckt. Der Teide bildet die nördliche Begrenzung
des Nationalparks, die steilen Wände der Caldera de las Cañadas bilden die Grenze nach Süden, Osten und Westen. Der Begriff “Cañadas” bedeutet übersetzt “flaches Land”, er wird aber ausschließlich für das Gebiet des etwa 17 km langen Kraters südlich des Teide verwendet, dessen Gesteine geologisch wesentlich älter (etwa 3 Millionen Jahre) sind als die des Vulkanberges Teide.
Der Name Teide leitet sich wahrscheinlichvom alten Guanchen-Namen “Echeide” (= Hölle) für den Vulkankegel ab, der
bei den Ureinwohnern als Sitz der bösen Gottheit “Guayota” galt, der mit Feuer die Insel verwüstete.
Das Gipfelmassiv des Teide (“La Rambleta”) entstand zusammen mit dem westlich gelegenen Gipfel “Pico Viejo” vermutlich vor über 500.000 Jahren. Die Spitze “Pitón” ist erdgeschichtlich jüngeren Datums. Wie bei den anderen Großvulkanen der Erde, z. B. Fudschijama oder Ätna, handelt es sich beim Teide um einen Strato- oder Schichtvulkan, der sich fortlaufend auf den bereits geschichteten Lavabänken und Tuffen aufbaut. Der letzte Ausbruch des Teide erfolgte im Jahre 1798, allerdings sind auch heute noch Anzeichen der vulkanischen Aktivität in den Schwefelschwaden und den hohen Temperaturen im Boden der Gipfelregion zu verzeichnen. Aus diesem Grund ist auch der Gipfel nur mit Genehmigung zu besteigen. Der Aufenthalt ist auf zwei Stunden begrenzt, 9 – 11 Uhr, 11 – 13 Uhr, etc.

Am Nordabhang des Teide liegt die Cueva del Huevo
(= Eishöhle), in der auch im Sommer Schneereste erhalten bleiben
.
Der Teide ist über eine Straße von Santa Cruz und anschließend mit der Gondelbahn (Teleférico) zu erreichen, die bis knapp unter den Gipfel führt und nur an windstillen Tagen in Betrieb ist. Man sollte unbedingt mit einer warmen Jacke und festem Schuhwerk ausgestattetsein, denn bei der Bergstation ist es vor allem im Winter empfindlich kalt. Vom Aussichtspunkt Mirador Fortaleza sowie vom Mirador del Pico Viejo genießt man einen großartigen Panoramablick über das Teide-Massiv.

Cirka 3 km südlich der Talstation befindet sich der Parador Nacional de las Cañadas, ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen im Nationalpark.
Gegenüber liegt der Mirador los Roques, der viel besucht ist und besonders bei Sonnenuntergang beeindruckende Stimmungen bietet.
Die Siete Cañadas (= Sieben Täler) können auf einem der schönsten und einfachsten Wege im Nationalpark durchwandert werden.
Das Observatorio Astronómico del Teide mit seiner Zweigstelle Izana wurde hier wegen der besonders reinen Atmosphäre erbaut und kann nach Voranmeldung besichtigt werden.

Besucherzentrum "El Portillo":
Centro de Visitantes, täglich geöffnet von 9 – 16 Uhr.
Hier werden auch geführte Wanderungen organisiert.

Direccíon Parque Nacional del Teide:
Calle Emilio Calzadilla 5,
Santa Cruz de Tenerife,
Telefon: 922 290129 + 922 290183,
Fax: 922 244788.

Für die Besteigung des Teide-Gipfels ist eine schriftliche Erlaubnis erforderlich, die gegen Vorlage des Personalausweises und einer Kopie sofort erteilt wird und für maximal 5 Tage gilt, falls die Seilbahn nicht fährt.
Am Gipfel darf man sich maximal zwei Stunden auf-halten (9–11Uhr, 11 – 13 Uhr, etc.)
 
 
 
 
 
 
 
     
  Macizo de Anaga (Anaga-Gebirge)  
 

Die Montañas de Anaga erstrecken sich über den Nordosten von Teneriffa und werden im Süden von der Hochebene von La Laguna begrenzt. Das zerklüftete Bergmassiv gehört zu den geologisch ältesten Teilen, die einstigen Lavaströme wurden im Laufe der Jahrmillionen durch die Erosionskräfte abgetragen, wobei nur die härteren Gesteine bestehen blieben. Das Anaga-Gebirge liegt im Einflussgebiet der regenreichen Nordost-Passatwinde und ist deshalb häufig von Nebel eingehüllt.
In den unteren und mittleren Lagen wächst dichter Lorbeerwald (kanarische “laurisilva”), der in höheren Lagen in buschartige Lorbeer- und Erikagewächse übergeht.
Der Bosque de las Mercedes (Mercedes-Wald) beginnt hinter der Ortschaft Las Mercedes und ist ein ökologisch wichtiges Waldgebiet der “Laurisilva”, mit zwanzig verschiedenen einheimischen Baumarten, vor allem Lorbeerbäumen, die ein fast undurchdringliches Pflanzendickicht bilden.

Der Mirador Pico del Inglès (982 m) bietet einen überwältigenden Rundblick über das Anaga-Gebirge bis hin nach Gran Canaria.
Vom Mirador de Bailadero (759 m) auf dem Kamm des Anaga-Gebirges blickt man über beide Flanken des Gebirgszuges.
 
 
 
     
  Macizo de Teno (Teno-Gebirge)  
 

Im Westen der Insel erstreckt sich im Anschluss an den Gebirgszug des Teide das weite Teno-Gebirge, dessen Gipfel etwa 1.000 m erreichen.
Die zerfurchte und felsige Oberfläche dieses Gebirgsstockes wird von Barrancos (=tiefen Schluchten) durchzogen, an deren steilen Hängen eindrucksvolle Dörfchen wie das bekannte Masca liegen.
Die Berge des Teno-Massives fallen in einer Steilküste von etwa 600 m direkt ins Meer ab, deren Felswände Los Gigantes vom Meer aus besonders beeindruckend wirken.
Ein beliebtes Ziel für Bergwanderer ist die berühmte Masca-Schlucht (Barranco de Masca), die sich unterhalb des Ortes Masca zum Meer hinzieht. Bei geführten Wanderungen durch die Schlucht werden die Teilnehmer an der Punta de la Galera mit einem Boot abgeholt, so dass der lange Rückweg entfällt.
Sehenswert ist auch die Punta de Teno, das Westende der Insel, mit dem Leuchtturm inmitten der einsamen Landschaft aus farbigen Felsen und Wellen.
 
 
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