Wenn Sie ein
Pferd kaufen, gehen Sie ja davon aus, dass Sie nun
als Besitzer der Chef oder die Chefin sind. Anders
als in der Natur, wo die Chefposition erarbeitet
werden muss, sagen Sie nun: "He, ich hab dich
gekauft, du musst mich jetzt als deinen Chef respektieren!" Pferde
denken dann oft aus guten Gründen "...du
kannst mich mal!" und durch Beissen, Treten
und Nichtbefolgen von Anweisungen machen sie ihren
Protest offenkundig. "Ich vertraue dir
nicht... ich kann dich beim besten Willen nicht als
meinen Leader
respektieren!"
Wenn der Besitzer oder Reiter
keine Selbstreflektion besitzt und die Ursache für
die
Verweigerung des Pferdes nicht bei sich selber sucht,
kann er nun das Tier für sein angebliches Fehlverhalten
bestrafen
- bis
er seinen Willen bricht und das Pferd gefügig
wird. Das Pferd wird zum gebrochenen, willenlosen
Untertan oder aber gefährlichen und unreitbaren Bestie.
Dass dies im Reitsport nicht selten geschieht und
das Tier unter dem Ehrgeiz seines Besitzers leidet,
können wir leider immer wieder aus den Medien
erfahren. Oder denken Sie im Ernst, ein Pferd hätte
Spass beim Military-Reiten, wo die festen Hindernisse
oft unweigerlich zum Sturz und Knochenbrüche führen...?
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