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| Häufige Fragen |
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| Was unterscheidet Indianisches Reiten vom englischen Reiten |
Das Indianische Reiten
ist in die Kategorie des "Signalreitens" einzuordnen. Dem
Pferd werden nur wenn nötig möglichst feine Signale
oder Impulse gegeben, sei es zur Richtungs- oder Tempoänderung.
Im englischen Reiten hingegen legt der Reiter oft bei jedem
Schritt des Pferdes seinen Schenkel an ohne sich zu überlegen
oder zu fühlen, ob es nötig ist oder nicht. Durch
den sich ständig wiederholenden Impuls stumpfen Pferde
relativ schnell ab (= die Reizschwelle erhöht sich).
Der Reiter versucht dann z.B. mit Sporen einen stärkeren
Reiz zu setzen.
Ein Grundsatz in der Reitausbildung heisst: so wenig wie
möglich, aber so
viel wie nötig. Beim Indianischen Reiten und in der Horsemanship wird
der angewandte Druck in 4 Energiestufen unterteilt. Im englischen Reiten gibt
es
kein solches Druckstufenmodell.
Beim pferdegerechten Indianischen Reiten wird auf Hilfsmittel wie
Sporen oder Ausbindezügel
verzichtet.
Beim Indianischen Reiten spielt eine gute Beziehung zum Pferd eine
wichtige Rolle. Beim englischen Reiten (und immer mehr beim Westernreiten)
wird leider immer
noch das Pferd als Sportgerät gesehen, das man bei Gebrauch hervorholt und
danach wieder in die "Ecke stellen kann".
Beim Indianischen Reiten wird die Grundlage für eine gute Beziehung
am Boden gelegt. Z.B. durch die Kommunikation mit dem Pferd im Round
Pen. Beim englischen Reiten gibt es keine Ausbildungsmethoden am Boden, die
für eine Beziehung
zum Pferd bewusst förderlich sind.
Wir vertreten den Grundsatz, dass jedes Pferd im Prinzip ohne Trense
geritten werden kann. Englisch Reiter meinen oft immer noch, dazu
müsste das Pferd
mit Medikamenten ruhiggestellt werden, oder man kann das nur auf einem weiten
Feld machen für den Fall dass… Viele englisch Reiter trauen sich
nicht, ihr Pferd gebisslos zu reiten oder mit einem Halsring (nur auf dem
Platz). Viele
englisch Reiter haben Angst vor ihrem Pferd und unternehmen nichts um die
Angst loszuwerden.
Wir sind uns natürlich bewusst, dass es auch viele Reiter gibt, die sehr
feinfühlig mi Gebiss reiten. Doch darf die Frage gestellt werden:
WARUM brauchen
immer
noch viele Reiter überhaupt ein Gebiss für ihre Pferde? Wer wirklich
gut reiten kann und sicher ist auf seinem Pferd, der braucht weder Kandarre
noch Trense... das
Pferd braucht kein Gebiss -
nur viele Reiter glauben immer noch, ein Pferd könne nur mit Gebiss
gelenkt und vor allem gestoppt werden. Folglich erhalten sie durch eine
traditionelle Zäumung aber nur eine vermeintliche Sicherheit,
was unzählige Fälle von durchgehenden Pferden beweisen. In
Spanien werden die Gebisse sinnigerweise als "Freno" bezeichnet, was zu deutsch
"Bremse" heisst.
Es ist leider auch eine Tatsache, dass die
Bereitschaft Bodenarbeitkurse zu besuchen unter den englisch Reitern
immer
noch relativ
gering.
Unser Blick gilt dem Pferd und seinem Wohlbefinden. Wir
sind bestrebt, Reiter auf die Feinheiten beim Reiten zu sensibilisieren.
Literaturhinweise:
Philipp Karl "Die Irrwege der modernen Dressurreiterei" Cadmos
Verlag
Robert Cook: Is the bit really so cruel? hier downloaden (in englisch)
Robert Cook: Tradition or sience hier downloaden (in englisch)
Robert Cook: häufige Fragen hier downloaden (in englisch)
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| Wieviel
Zügelzug spürt
ein Pferd mit einer Trense? |
Preuschoff
und Lesch (1995) haben berechnet, dass ein Pferd mit einer
gebrochenen Trense, die ordentlich der Breite des
Maules entspricht, auf der Kieferschleimhaut
das 1.5- bis 2- fache der Zügelkraft spürt. Wenn die Trense zu
breit ist, dann wird am Kiefer das bis zu 4-fache des Zügelzuges als
Druckkraft wirksam. Doppelt gebrochene Gebisse lassen nach dieser Studio
die Kräfte
noch mehr anwachsen.
Preuschoff: "Am Kandarengebiss setzt sich der Zug der Kinnkette
mit der Zügelkraft
der Resultierenden zusammen, was ungefähr das 8-fache der Zügelkraft
ausmacht.
Die meisten gebisslosen Zäumungen pressen dem Pferd Ober- und Unterkiefer
zusammen. Am Meroth-Reithhalfter geschieht das nach Art des Flaschenzuges.
Die auf die Ringe wirkende Kraft ist etwa zweimal so gross wie die Zügelkraft.
Das Nasenband wirkt dann mit der Kraft beider Seiten, also der vierfachen Zügelkraft,
auf die Nase. An der mechanischen Hackamore werden durch den langen Hebelarme
der Bäume und die kurzen Hebelarme der Nasen- und Kinnbänder die
Zügelkräfte
um etwa das vier-bis fünffache verstärkt. Ohne Kraftverstärkung
kommt das Bosal aus." Oder das Rai-Bändele, Anm. von Markus
Literatur: Eisen im Pferdemaul S.24 & 25 (Robert Cook/Hiltrud Strasser
2003 Knirsch Verlag) |
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| Was
hat gebisslos Reiten mit Tanzen gemeinsam? |
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Hast
du schon mal einen Paartanz praktiziert, z.B. Walzer oder
Salsa? Hast du mal selber erfahren wie es
sich anfühlt, wenn du mit einem begnadeten Tänzer über
das Parkett gleitest, mit geschlossen Augen, beinahe schwebend,
er dich nur mit feinsten Impulsen Figuren ausführen
lässt, die du zuvor noch nie getanzt hast? Dieses
Gefühl
des absoluten Vertrauens, sich in die Hände des Tänzers übergeben,
dieses "mit sich geschehen lassen"?
Wenn
du das selber erlebt hast, dann weisst du, was
wirklich Führen
und Geführtwerden heisst! |
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Und jetzt stell
dir das Gleiche vor, nur jetzt hast du ein Eisenstück
im Mund! Und wenn du Pech hast, ist dein Tanzpartner nicht
so sehr begnadet, reisst an diesem Eisenstück rum, nervt
sich wenn du die Figur nicht richtig tanzen kannst und zur
Strafe, dass
er nicht richtig führen kann, kriegst du noch
mit der Gerte eins auf deinen Hintern....
Gute Tänzer führen nicht mit der Hand, sondern die
Hand ist nur die Verlängerung des Körpers. Wie ein
Salsalehrer mal sagte "Ihr müsst aus dem Bauch tanzen...!".
Genauso wie um wirklich gut zu führen beim Tanzen ist eine
gute Körperbeherrschung Voraussetzung zum gefühlvollen Reiten.
Dazu
reicht eine gebisslose
Zäumung
vollends...oder sogar nur ein simpler Halsring. Traust du dir
das zu...? |
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| Bin ich versichert,
wenn ich mit meinem eigenen Pferd gebisslos im Gelände
reite? |
| Ja, es gibt einige Versicherungen, die das gebisslose Reiten
in ihren Richtlinien vermerkt haben, z.B. die Uelzener Versicherung |
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